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Marcello Sciavarrello, Fotograf

 

 

1966

Als Sohn italienischer Auswanderer in Basel geboren.

 

1974

Zu meinem 8. Lebensjahr schenkt mir meine Mutter eine

Kodak Instamatic, eine Kleinbildkamera aus dem Jahre 1972.

Anfangs fasziniert mich nur das Geräusch, das die Kamera

beim Auslösen von sich gibt.

Nach und nach gefällt es mir, durch einen Sucher hindurch

zu blicken, zu versuchen, nur dasjenige einzugrenzen, was

meiner Meinung nach auf ein Bild gehört, und alles andere,

was nichts zum Ausdruck bringt, einfach wegzulassen.

 

1986

Auf der Abiturreise wird mir klar, dass nicht ich die Fotografie

gefunden hatte, sondern sie mich.

Ich finde in dieser Zeit einen Zugang zur Portraitfotografie. Erste

Gedanken über Ästhetik, Körper, Licht und Formen. Selbststudium.

 

1987-89

Fragen zum Thema Bildsprache und Komposition. Das Einrichten

eines Fotolabors und die oft nächtelange Bearbeitung von Foto-

grafien in einem rotdurchfluteten Ambiente hilft mir zu verstehen,

dass man ein Bild auf viele verschiedene Arten interpretieren kann.

 

1990er

In den 1990 Jahren fängt man an digital zu denken-fotografisch zumindest.

Es wird ruhiger für mich. Zu dieser Zeit glaube ich, dass mit der digitalen

Evolution meine Zeit als analog geltender Fotograf zu Ende ist. Ich gehe

meiner zweiten Leidenschaft nach. Ich liebe es in kleinen Clubs Deephouse,

urbanen Garage oder Jazzhouse aufzulegen. Gerne hätte ich im Radio gespielt.

Doch dazu kommt es nicht.

Die wenigen Fotografien in dieser Zeit sind Bilder aus der Clubszene. Darin

erkenne ich bald die Schönheit der dokumentarischen Fotografie.

Hier geht es weniger darum ein perfektes Bild zu schiessen, sondern mehr

darum, den Moment in seiner Emotion festzuhalten.

 

2007-2013

 

Ein paar Semester Kunstgeschichte an der Uni Basel. Es folgen weitere Studien-

reisen ins Ausland. Ich setze mich mit Thema 'Einsamkeit in der Grossstadt' und

der 'Einsamkeit in der Masse' auseinander.

 

2013-2016

Projekt: 'We Love Italo Disco'

Die Ausstellung 'We Love Italo Disco' ist eine audiovisuelle Hommage an den

italienischen Synthie-Pop der 80er Jahre und gliedert sich in drei Kreativ-

bereiche.

Gezeigt werden Portraits, die ich gemacht habe, Impressionen aus dem

Bildband von Bruno Gullo und die Musikdoku des römischen Filmemachers

Pierpaolo De Iulis.

 

Es folgen Studienreisen nach Italien.

 

Im Moment faszinieren mich Menschen auf der Strasse. Ich nenne diese Art

der Bildgestaltung 'human to human' Fotografie.